Wie ihr meiner “über mich“-Seite entnehmen könnt fotografiere ich noch nicht sooo lange. Dennoch geht mir seit einigen Wochen die Frage durch den Kopf, ob ich Bilder einfach so ins Netz stelle oder eben nicht. Die Einrichtung dieses Blogs zeigt, dass ich mich dafür entschlossen habe. Dennoch bleibt für mich die Frage im Raum, wie man seine Bilder gegen unberechtigte Nutzung schützt.
Ich habe hierzu mit etlichen Kollegen gesprochen, persönlich wie auch virtuell über XING, via Email oder viele der anderen Möglichkeiten heute zu kommunizieren. :-)
Unter anderem habe ich auch Martin Gommel angeschrieben und war recht überrascht über dessen Antwort. Nicht negativ – nur hatte ich einfach eine andere Antwort erwartet. Nun fragen sich vielleicht einige, wie denn Martins Einstellung zu diesem Thema ist – nun, er hat dies in einem Video festgehalten welches ihr hier ansehen könnt:
“Alles nur geklaut“ von Martin Gommel
Als ich das Video das erste mal angesehen habe, war ich mir nicht sicher, ob dies tatsächlich sein Ernst ist. Nach ewigem Hin und Her stelle ich meine Gedanken einfach mal öffentlich.
Ich persönlich halte die Wasserzeichen, welche ich in meinen Bildern integriert habe, für relativ unauffällig und nicht sonderlich störend. Martin hat aber auch Recht, wenn er sagt, ein Wasserzeichen macht ein Bild “hässlich”. Ich kenne Beispiele, wo dies auch definitiv stimmt. :-) Aber andererseits: im Netz ist ein Bild binnen wenigen Sekunden auf dem eigenen PC gespeichert und man hat keine wirkliche Kontrolle darüber, wer was mit dem Bild macht. Wenn es auf dem Rechner verbleibt und sich der Besitzer an einem schönen Bild erfreut ist das auch kein Problem. Wenn ein Bild jedoch als Schmuck für eine Website, eine Firmenbroschüre o.ä. genutzt wird habe ich persönlich schon ein Problem damit.
Immerhin steckt man als Fotograf sehr viel Zeit, Energie und Herzblut sowohl in die Aufnahme wie auch in die Nachbearbeitung. Unter Kollegen tritt dieses Problem des “Bildklau” sicher eher weniger auf. Aber im Netz gibt es nunmal nicht nur Fotografen-Kollegen.
Ich bin unschlüssig – also: wie nun verfahren? Wasserzeichen – ja oder nein?
Was macht ihr, wenn ihr ein Bild von Euch woanders entdeckt – ohne Quellenangabe, ohne vorherige Nachfrage ob es genutzt werden darf, ggfs. sogar mit kommerzieller Nutzung auf Firmenwebsites oder in Firmenbroschüren?
Ich bin gespannt auf Eure Sichtweise!


















Hallo Steve!
Ich bin zwar keine Fotografin aber geb jetzt trotzdem mal meinen Senf dazu
Erstmal halte ich Social Media grundsätzlich für eine “Sharing-Bewegung” für die Knüpfung von Kontakten. Kontakte können besser geknüpft werden, wenn weniger Regelungen herrschen. Ähnliches erleben wir auch in der Open Source Bewegung: Gute Software wird “verschenkt”, doch dafür erhält man auf der anderen Seite wieder etwas zurück. Bei Bildern mag das noch ein Tick schwieriger sein, da der Urheber schwer zu erkennen ist, wenn er nirgends angegeben ist. Ich würde sagen, für jemanden, der Bilder verkaufen möchte oder als Fotograf arbeitet, sind Wasserzeichen durchaus legitim. Wer es zum Spaß an der Freude macht, sollte nur die Bilder online stellen, die er auch gerne mit anderen teilen möchte.
Eine andere Möglichkeit wäre es vielleicht noch, nur registrierten Benutzer der eigenen Seite einen Download der Bilder in höherer Auflösung zu gewähren. Davor gefeit ist man dann zwar auch nicht, dass sie irgendwo auf einem Blog oder einer HP auftauchen, doch macht dies schon einen anderen Eindruck dem User gegenüber. Wahrscheinlich würde er eher angehalten Dich zu fragen oder Dich zu verlinken.
Generell ein wirklich schwieriges Thema ohne Standardlösung.
Liebe Grüße
Bianca
Hi. Eigentlich wollte ich dir eine Email schreiben, aber das ist mir zu aufwändig. Jedenfalls finde ich es schade, dass du im Fuß der Seite den Link zu Chris Pearson entfernt hast. Falls du mal in seinem Blog vorbeischaust, wirst du sehen, dass er das nicht allzu gern mag… (http://www.pearsonified.com)
Du gibst zwar im Impressum seine Tubetorial-Seite an, aber im Fuß fehlt der Hinweis… Nicht korrekt, dafür, dass du ein so professionelles Theme umsonst bekommst!
Hallo Frederik,
danke für Deinen Kommentar und Deine Meinung. Ich respektiere Deine Ansicht, teile sie jedoch nicht. Mir geht es keineswegs darum, so zu tun, wie wenn das Theme auf meinem “Mist” gewachsen ist. Wie Du ja bereits selbst festgestellt hast, gebe ich sowohl den Theme-Ersteller wie auch den Übersetzer mit an. Das Ganze steht im Impressum wo es meiner Ansicht nach auch hingehört. Ich möchte einfach nicht, dass die Fusszeile “zu” überfüllt ist und habe diese Angaben daher im Impressum – wie ich finde auch etwas besser präsentiert – untergebracht. Ich habe soeben noch den Link zum Impressum in die Fusszeile eingefügt, wobei ich dies nun schon nicht mehr ganz so chic finde… :-(
Ich bin der Meinung, dass diese Lösung durchaus korrekt und auch ok ist.
Beste Grüsse
Steve
Lieber Steve,
auch deine Ansicht akzeptiere ich natürlich – vielleicht teile ich sie sogar. Der “überfüllte” Footer ist mir selbst auch manchmal ein Dorn im Auge und ich kann das verstehen. Die Lösung mit dem Impressum finde ich sehr gut. Letztlich ist es ja auch deine Entscheidung, ich hatte dich nur verdächtigt, dass du quasi verschweigen möchtest, wer der Urheber dieses fantastischen Themes ist.
Ich möchte mich für diese Unterstellung entschuldigen.
PS: Ich kann dich beruhigen – der Footer ist dennoch chic :-)
Na dann ist ja alles gut… ;-)